Auf der griechischen Insel Kefalonia lebt die älteste Windsurferin der Welt

Mit 88 Jahren auf dem Surfbrett

Veröffentlicht am 07.04.2026 | 3 Minuten Lesedauer

Der Myrtos Beach (Insel Kefalonia) gehört zu den schönsten Stränden der Welt.
Der Myrtos Beach gehört zu den schönsten Stränden der Welt. Foto: Rasso Knoller

Traumhafte Strände, türkisblaues Wasser und ein hoher Berg: Kefalonia ist noch eine echte Perle unter den Ionischen Inseln. Der Massentourismus hat hier noch nicht Einzug gehalten. Sehr zur Freude von Anastasia Kühne-Gerolymatou. Sie ist mit 88 Jahren die älteste Windsurferin der Welt und weiß die Vorzüge von Kefalonia zu schätzen.

Vor dem Haus von Anastasia Kühne-Gerolymatou weht die Schweizer Fahne. Seit 1958 lebt die Griechin teilweise in der Schweiz, dem Geburtsland ihres Ehemannes. Ausnahmsweise regnet es seit ein paar Tagen auf Kefalonia. Der Weg zum Strand ist deshalb etwas schlammig. Mit ihrem Moped kommt Anastasia Kühne-Gerolymatou nicht durch. Heute wird es wohl nichts mit surfen.

Die lebensfrohe Sportlerin ist 88 Jahre alt und seit August 2019 offiziell die älteste Windsurferin der Welt. Damals segelte sie auf ihrem Brett mehr als 30 Kilometer von Skala auf Kefalonia nach Kyllini auf dem Festland. Mehr als sechs Stunden war sie unterwegs. Seit dieser Fahrt steht ihr Name im Guinness-Buch der Rekorde. Zwei Jahre später surfte sie zur 35 Kilometer entfernten Nachbarinsel Zakynthos. Der dortige Bürgermeister lobte sie damals: „Unsere jungen Leute haben es versucht und nicht geschafft, aber dir ist es gelungen.“

Berge und Meer

Windsurfen ist nicht ihr einziger Sport. Sie fliegt mit dem Gleitschirm, besteigt Berge, segelt und paddelt mit dem Kanu. Weil sie Berge und Meer gleichermaßen liebt, ist sie auf Kefalonia gut aufgehoben. Die Insel bietet beides: traumhafte Strände und den höchsten Berg der Ionischen Inseln.

Der Myrtos Beach im Nordosten von Kefalonia beispielsweise wurde zwölfmal in Folge zum schönsten Strand Griechenlands gewählt und taucht regelmäßig in den Top-10-Listen der Welt auf. Auf dem 1.628 Meter hohen Enos, dem höchsten Berg Kefalonias, schneit es im Winter. Nur die Härtesten wagen sich dann auf den Gipfel. Ab dem Frühling bis weit in den Herbst hinein laden die Pfade aber dann auch alle anderen zu ausgedehnten Wanderungen ein. Anastasia Kühne-Gerolymatou hat den Gipfel oft erklommen und den Blick auf Zakynthos, Lefkas und Ithaka genossen. Weniger Sportliche können auch über eine Passstraße hinauffahren.

Glasklares Wasser

Die meistbesuchte Attraktion der Insel ist der Melissani-See. Touristinnen und Touristen lassen sich mit Booten zu seiner Tropfsteinhöhle rudern. Noch beeindruckender als die Stalagmiten und Stalaktiten ist sein glasklares Wasser. Auf einer Halbinsel im Norden von Kefalonia liegt Assos. Mit den Resten einer venezianischen Festung, seinem pittoresken Hafen und seinen bunten Häusern gilt es bei vielen als die schönste Gemeinde der Insel. Dabei wurde sie durch das große Erdbeben von 1953 fast völlig zerstört. Die französische Hauptstadt Paris finanzierte den Wiederaufbau, ein Denkmal erinnert daran.

Das Foto zeigt die Küste von Assos.
Foto: Rasso Knoller

Das Fischerdorf Assos liegt im Norden von Kefalonia.

Schildkröten in der Hauptstadt

Argostoli ist mit rund 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern das Zentrum der Inseln. Hierher kommen alle zum Bummeln und Einkaufen. Ob ein kaltes Getränk am Hafen oder ein köstliches Abendessen in einem der vielen Restaurants – hier wird für jede und jeden etwas geboten.

Sogar ein Theater gibt es und im Sommer finden auf dem Vallianou-Platz Open-Air-Konzerte statt. Selbst Natur-Fans sind hier richtig. Am Morgen, wenn die Fischerboote zurückkehren, patrouillieren Unechte Karettschildkröten durch das Wasser im Hafenbecken und hoffen, dass der ein oder andere Happen für sie abfällt. Nur wenige Kilometer außerhalb des Ortes steht ein Leuchtturm, der wie ein römischer Tempel aussieht. Vermutlich zählt er deshalb zu den beliebtesten Fotomotiven der Insel.

Auf dem Bild ist der Leuchtturm von Argostoli zu sehen.
Foto: Rasso Knoller

Der Leuchtturm von Argostoli ist eines der Wahrzeichen der Insel.

Auf Eseltour

Die Deutsche Katharina Fehring Kallivoka lebt seit 2013 auf der Insel und erfüllte sich dort ihren Kindheitstraum: „Ich will einen Esel!“, hatte sie sich immer gewünscht. Damals hatte sie sich gewundert: „Alle bringen Griechenland mit Eseln in Verbindung, aber niemand bietet Touren mit ihnen an.“ Das hat sie dann einfach selbst gemacht und geht seitdem zusammen mit ihren Eselstuten sowie Touristinnen und Touristen auf Tour. Bevor es losgeht, lernen die Gäste die Tiere kennen – beim gemeinsamen Putzen und Satteln. Dabei merken sie schnell: Esel sind nicht stur, sondern einfach wunderbar entspannt.

Mit dem Moped zum Strand

Und dann hört es doch noch auf zu regnen. Anastasia Kühne-Gerolymatou holt das Moped heraus und richtet den Anhänger mit dem Surfbrett her. So, wie sie es immer macht, wenn es das Wetter zulässt, fährt sie hinunter zum Strand. „Warum sollte ich mit dem Surfen aufhören? Es macht mir ja eine Riesenfreude“, sagt sie und braust los.

Rasso Knoller genoss das Inselleben auf Kefalonia

Weitere Informationen zur griechischen Insel Kefalonia gibt es unter visitkefaloniaisland.gr/de.

Alles zu den Eseltouren finden Interessierte unter donkeytrekkingkefalonia.com/de.

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