Eine beeindruckende Erscheinung sind die grauen Riesen in jedem Fall. Das können Touristinnen und Touristen zum Beispiel im Chishakwe Safari Park im Südosten des Landes live erleben. Gemeinsam mit den Nachbargrundstücken bildet der Park das Savé Valley Conservancy, eines der größten privaten Naturreservate des Landes. Auf einem Game Drive, bei dem Safarifans mit einem offenen Geländewagen durch die Gegend gefahren werden, begegnen den Besucherinnen und Besuchern neben Elefanten auch Giraffen und Warzenschweine. Unterwegs können auch bis zu 1.800 Jahre alte, majestätische Baobab-Bäume bewundert werden.
Elefanten, Giraffen, Nashörner und ein beeindruckendes Weltkulturerbe
Faszination Simbabwe
Veröffentlicht am 16.09.2025 | 2 Minuten Lesedauer
Wer bei Simbabwe nur an die Victoriafälle, die größten zusammenhängenden Wasserfälle der Welt, denkt, verpasst die Schönheiten und den Zauber des südafrikanischen Binnenlandes. Neben beeindruckenden National- und Safariparks finden sich dort auch faszinierende UNESCO-Weltkulturerbestätten. Dazu gehört zum Beispiel die Ruinenstadt Groß-Simbabwe, der größte vorkoloniale Steinbau Afrikas südlich der Sahara.
Welches Land sich mit der weltweit größten Elefantenpopulation rühmen darf, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Älteren Statistiken zufolge fühlen sich die Dickhäuter in Botswana am wohlsten und Simbabwe liegt auf Platz zwei. Neue Schätzungen besagen jedoch, dass in beiden Ländern ähnlich viele Tiere leben – jeweils etwa 100.000. Mark Jansen, Safariguide auf dem Gelände des Chishakwe Safari Parks, berichtet, dass Elefanten oben im Norden den Sambesi, den Grenzfluss zwischen den beiden Ländern, häufig überqueren. Zu welchem Land ein solcher Grenzgänger dann zählt, das ist unklar.
Die Elefanten sind im Chishakwe Safari Park live zu erleben.
Nashörner sind die Stars
Ein Stück weiter nördlich, im Lake Mutirikwi Recreational Park, ist die Tiervielfalt noch größer. Hier gibt es unter anderem Steppenzebras, Kaffernbüffel und Gnus zu sehen. Während die Büffelherde schnell Reißaus nimmt, bleibt eine Nashornkuh unbeeindruckt. Gemeinsam mit ihrem Kalb grast sie ruhig und gelassen am Ufer des Mutirikwi-Sees. Die Breitmaulnashörner gehören zu den Hauptattraktionen des Parks.
Sie werden hier genau beobachtet und streng geschützt. Die rund 30 Tiere im Park haben allesamt einen Namen und sind in einem internationalen Nashornverzeichnis registriert. Die Nashornkuh, die sich eben gezeigt hat, heißt Chipo und wiegt etwa zwei Tonnen. Ihr Nachwuchs Robin ist etwa einen Monat alt. Das Nashornkalb hat sein Geburtsgewicht von rund 40 Kilo mittlerweile bereits mehr als verdreifacht.
Die Nashornkuh Chipo und das Kalb Robin grasen friedlich am Ufer des Mutirikwi-Sees.
Königliche Residenzen
Nach dem Besuch im Lake Mutirikwi Recreational Park inklusive Safari steht am Nachmittag das erste kulturelle Highlight auf dem Programm: die Ruinen von Groß-Simbabwe, die seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Der erfahrene Guide Champion Ndigunei führt Gruppen zur auf einem Berg gelegenen Königsresidenz, der sogenannten Akropolis. In der Zeit vom 11. bis zum 15. Jahrhundert residierten dort mindestens acht Königsgenerationen, wobei für jeden König ein neues Haus gebaut wurde. Es ist faszinierend zu sehen, wie harmonisch riesige natürliche Granitblöcke in die Architektur der Akropolis integriert wurden. Nicht minder beeindruckend ist die große Einfriedung in einem Tal unterhalb der Akropolis. Die Ringmauer, die das Areal umschließt, ist mehr als 250 Meter lang und wurde – wie die gesamte Anlage – völlig ohne Mörtel errichtet. Die Wissenschaft vermutet, dass sich hier einst der Harem des Königs befand.
Die Verbindung von Natur und Kultur gibt es in Simbabwe nicht nur in der Masvingo-Provinz, sondern auch weiter westlich in Matobo. Die Hügellandschaft in der Nähe der Stadt Bulawayo zählt seit 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe. In den zahlreichen Höhlen der Region finden sich steinzeitliche Felsmalereien. Außerdem werden Safariausflüge angeboten, bei denen Spitzmaulnashörner, Impalas oder die imposanten Verreaux-Adler beobachtet werden können.
Beeindruckend: Kugelförmige Kernsteine aus Granit, zum Teil bizarr angeordnet, sind typisch für den Matobo-Nationalpark.
Wer dann noch den Hügel erklimmt, auf dem sich das Grab von Cecil Rhodes befindet, der bekommt mehr als nur einen Eindruck davon, was den Kolonialisten und Staatsgründer an dieser Landschaft fasziniert hat. Nach ihm war das Land, das lange Rhodesien hieß, bis zu seiner Unabhängigkeit auch benannt. Heute heißt es Simbabwe – und es ist weit mehr als ein großer Abenteuerspielplatz für rund 100.000 Elefanten.
Rainer Heubeck ging in Simbabwe auf Safari
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