Schalke 04 geht als Favorit in die Rückrunde der 2. Fußball-Bundesliga
Königsblaues Wunder
Veröffentlicht am 14.01.2026 | 3 Minuten Lesedauer
Der FC Schalke 04 geht als Tabellenführer in die Rückrunde der 2. Fußball-Bundesliga. Wenn es gut läuft, könnten die Königsblauen, passend zu ihrem Geburtstag Anfang Mai, die Rückkehr ins Oberhaus feiern. Doch bis dahin warten noch allerhand Stolpersteine. Denn auch die Konkurrenz hat die Ambitionen auf den Aufstieg noch nicht aufgegeben.
Schalke hat als Tabellenführer im Samstagabendspiel am 17. Januar bei der zuletzt aufstrebenden Berliner Hertha den ersten Auftritt im neuen Jahr. Ein Tor-Festival ist eher nicht zu erwarten, auch wenn die Hauptstädter 17 Punkte aus den letzten acht Spielen holten. S04 überzeugte in der Hinrunde mehr durch Abwehrstärke als durch Offensivpower. Den „Knappen“ reichten 22 Tore in 17 Spielen für Platz eins. Selbst die aktuell auf den direkten Abstiegsplätzen liegenden Kellerkinder Dynamo Dresden (24 Tore) und Greuther Fürth (26) trafen öfter als der Tabellenführer!
Die klare Nummer eins der Liga ist Schalkes Defensivabteilung. Nur zehnmal musste Torhüter Loris Karius (32) hinter sich greifen. Mit dieser Abwehrstärke hat das Team des Österreichers Miron Muslic (43) gute Chancen auf die Rückkehr ins Oberhaus. Gut möglich, dass der Aufstieg am 32. Spieltag perfekt gemacht wird. An diesem Wochenende feiert der am 4. Mai 1904 gegründete Traditionsklub Geburtstag.
Doch die 2. Liga ist immer für Überraschungen gut. Eine davon ist der SV Elversberg als Tabellenzweiter. Nachdem die Saarländer neben Erfolgscoach Horst Steffen (56, Werder Bremen) nach der letzten Saison einige Leistungsträger wie den zu Hoffenheim zurückgekehrten Torjäger Fisnik Asllani (23) verloren haben, spielen sie erneut um den Aufstieg mit. Allerdings fehlt der „Elv“ in der Rückrunde Younes Ebnoutalib (22). Der mit zwölf Treffern beste SV-Torschütze wechselte in der Winterpause zu Eintracht Frankfurt.
Enger Abstiegskampf
Neben Schalke und Elversberg haben der SV Darmstadt 98, der SC Paderborn, Hannover 96, Hertha BSC und der zuletzt etwas schwächelnde 1. FC Kaiserslautern die besten Chancen auf Top-Platzierungen. Bereits mit dem Achten 1. FC Nürnberg beginnt die Zone der Teams, die zunächst darauf aus sein müssen, möglichst früh die für den Klassenerhalt nötigen Zähler zu sammeln. Das gilt auch für den Karlsruher SC, die beiden Bundesliga-Absteiger VfL Bochum und Holstein Kiel sowie Pokalfinalist Arminia Bielefeld. Am tiefsten im Abstiegsschlamassel steckt Aufsteiger Dynamo Dresden. Die Sachsen konnten nur eines von acht Heimspielen gewinnen.
Das Abstiegsgespenst geht gleich beim Auftakt des Zweitligajahres 2026 um. In den Freitagsspielen vom 16. Januar sind die Teams auf den Plätzen 13 bis 16 unter sich: Eintracht Braunschweig empfängt den 1. FC Magdeburg und Fortuna Düsseldorf erwartet Arminia Bielefeld. Für Spannung ist also oben wie unten gesorgt!
Auf die Überraschungen der 2. Liga freut sich Paul Herbinger
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