KSV-Torhüter Timon Weiner, in den ersten drei Pokalrunden in Homburg (2:0), Wolfsburg (1:0) und beim Hamburger SV (4:2 n.V.) der Garant für das Weiterkommen, trauerte der verpassten Chance hinterher: „Das 0:3 fällt auf jeden Fall zu hoch aus. Wir machen bis zum Gegentor ein super Spiel. Wir hatten mehr Chancen, als wir uns vorher gedacht haben. Wir haben echt gute Nadelstiche gesetzt, super verteidigt und keine Riesenchancen zugelassen. Aber Du kannst nicht alles verteidigen."
Pokal-Aus im Viertelfinale
Holsteins Träume platzten im "Kühlschrank"
Veröffentlicht am 05.02.2026 | 2 Minuten Lesedauer
Nach dem Pokal-Aus gegen den VfB Stuttgart liegt der Fokus der Kieler Störche nun voll und ganz auf dem Kampf um den Klassenerhalt.
Die Pokalträume der KSV Holstein sind im Viertelfinale geplatzt. Gegen den amtierenden Pokalsieger aus Stuttgart unterlag die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp verdientermaßen mit 0:3 (0:0). Die Treffer für den Bundesligisten erzielten vor 15.034 Zuschauern im ausverkauften „Kühlschrank“ Holstein-Stadion Deniz Undav (57.), Chris Führich (90.) und Ex-Storch Atakan Karazor (90. + 2).
„Es ist schwer, gegen einen solchen Gegner weiterzukommen, wenn man die eigenen Chancen nicht nutzt. Da haben uns heute das Quäntchen Glück und die Ruhe gefehlt. Es ist sehr schade, weil die Chance aufs Weiterkommen durchaus vorhanden war“, meinte Jonas Meffert nach dem Spielende.
Nationalspieler Deniz Undav erzielt die Führung für den VfB Stuttgart.
Stuttgarts Kapitän Atakan Karazor, der von 2017 bis 2019 selber die Fußballschuhe an der Förde schnürte, meinte anerkennend: „Es war ein schöner Abend und ein sehr, sehr wichtiger Sieg für uns. Die Kieler bauen hier eine enorme Energie auf. Bei Ballgewinn hat man direkt das Holstein-Stadion gespürt. Das gibt den Störchen natürlich Energie. Ich weiß selber, wie es hier ist.“
Der VfB Stuttgart erledigte im hohen Norden seine Pflichtaufgabe trotz der widrigen Minustemperaturen souverän und darf nun vom Finale in Berliner Olympiastadion am 23. Mai träumen. Aber auch Holstein Kiel hat seinen Fans in der Pokalsaison 2025/26 viel Freude bereitet. Das Aus gegen Stuttgart ist sicherlich kein Beinbruch. Auf dem Platz blieb die Unterhaltung für die Zuschauer während der 90 Pokal-Minuten allerdings überschaubar. Für Stimmung sorgte jedoch wenige Minuten nach dem Halbzeitpfiff ein Feldhase, der unter dem Jubel der Fans quer über den Rasen lief und genauso schnell wieder verschwand.
Die Pokalträume der Störche sind beendet, nun geht es an das Tagwerk. In der 2. Bundesliga warten mit Hannover 96 (8. Februar), Schalke 04 (15. Februar), Karlsruher SC (21. Februar) und der SV Elversberg (28. Februar) nun vier echte Hochkaräter auf die abstiegsbedrohten Kieler.
Patrick Nawe
Die Kieler Störche danken ihren Fans.
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